© DAV Aichach

Schneeschuhdurchquerung im Allgäu

Tourenbericht und Führung: Monika Waldvogel

Bei sehr gutem Wintersportwetter starteten wir zu viert in Ofterschwang auf die viertägige Schneeschuhdurchquerung im Allgäu. Im unteren Bereich war der Weg aper, aber bereits nach ca. 40 min. konnten wir die Schneeschuhe anziehen. Vorbei am Allgäuer Berghof ging es nun neben der Piste weiter zur Weltcuphütte und über den Winterwanderweg zum Ofterschwanger Horn (1406 m). Ab hier geht es im steten auf und ab über die Hörnerkette: über die Fahnengehrenalpe hinauf zum Sigiswanger Horn (1527 m) und weiter zum Rangiswanger Horn (1616 m), durch kalten Pulverschnee und glitzernde Schneeoberflächen. Nach einer Gipfelbrotzeit mit bester Aussicht wanderten wir weiter über den Weiherkopf (1665 m) zum Großen Ochsenkopf (1662 m). Von hier konnten wir schon den Weiterweg für den nächsten Tag einsehen. Nach einem kurzen Abstieg erreichten wir das schön gelegene Berghaus Schwaben (1520 m), unsere Unterkunft für die erste Nacht. Sehr erholsam, wir waren die einzigen Gäste.

Am zweiten Tag gab es nassen Schneefall und die Berge waren in Wolken gehüllt. Das war sehr schade, wäre doch die Tour besonders aussichtsreich gewesen.

Wir starteten zuerst auf bekanntem Weg hinauf zum Großen Ochsenkopf (1662 m). Dann 200 Hm Abstieg runter zur Prinschenhütte. Von dort spurten wir über einen steileren Hang hoch zum Dreifahnenkopf (1626 m) und weiter über den Grauenstein ( 1640 m) zum Riedberger Horn (1787 m) das eigentlich eine 360 Grad Aussicht hätte

Nach einem kurzen, steilen Abstieg querten wir über den Bolgengrat, vorbei an der Liftstation von Grasgehren, hinüber zum Wannenkopf (1712 m). Von hier stiegen wir zur Wannenkopfhütte (1350 m) ab, unsere Unterkunft für die zweite und dritte Nacht.

Mit einem 4-Gänge Abendmenü und einem großen Frühstücksbuffet konnten wir gut gestärkt in den dritten Tag starten.

Zuerst erfolgte ein 15 minütiger Abstieg runter zur Riedbergpassstrasse und über diese gelangten wir ins Schönbergerachtal und zur Schönbergalpe. Es folgte ein langer Aufstieg über Dinigörgenalpe Richtung Alte Piesenalpe. In völliger Einsamkeit durchquerten wir archaische Hochmoorflächen. Kurz vor der verfallenen Alpe spurten wir steil bergauf und erreichten über den schneereichen Grat den Piesenkopf (1630 m). Das Wetter war deutlich besser als am Vortag und somit die Aussicht bestens. Über einen anspruchsvollen, nordseitigen Rücken hinunter erreichten wir wieder die tolle Hochmoorfläche, die sich bis zum Scheuenpass (1401 m) vorzieht. Von hier stiegen wir ab, vorbei an uralten bemoosten Ahornbäumen, bis zur Bushaltestelle an der Riedbergpassstrasse (1091 m). Nach einem kurzen Transfer über den Paß stiegen wir in ca. 20 min. wieder zur Wannenkopfhütte hinauf. Vor dem Abendessen wärmten wir uns mit Glühwein am Lagerfeuer auf.

 

Am vierten Tag hatten wir zuerst einen Transfer nach Balderschwang/Schelpenalpbahn (1014 m). Von hier ging es zuerst entlang der Bolgenach. Nach 20 min. konnten wir die Schneeschuhe anziehen und über die Lappachalpe und die untere und obere Galtburstalpe zum Burstkopf (1559 m) aufsteigen. Der Abstieg erfolgte bei Traumwetter über die Stadelmann-burstaple zurück zum Parkplatz an der Schelpenalpbahn.

Eine tolle Durchquerung war zu Ende und trotz sehr schneearmer Bedingungen hat es auf dieser Route zum Schneeschuhwandern gut gereicht.