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Panorama- Bike-Schweiz – Berge und Seen „en masse“

Tourenleitung und Bericht: Christian Treml

Die Panorama-Bike-Tour in der Schweiz führt vom Bodensee bis zum Genfersee durch die schönsten Voralpenlandschaften der Schweiz. Das Appenzellerland, die Zentralschweiz, Berner Oberland, Greyerzerland und Waadtländer Alpen bieten dabei neben beeindruckenden Bergpanoramen auch zahlreiche traumhafte Ausblicke auf die vielen Schweizer Seen.

Vier Teilnehmer aus unserer MTB-Abteilung haben Anfang Juli diese sehr herausfordernde Tour unternommen. Vom Startpunkt am Bodensee ging es nach einer kurzen Einrollphase direkt steil bergauf in Richtung Hoher Kasten (1.794m) mit seinem markanten Funkturm. Fast alles mit den Bikes, nur die letzten 100 Meter mussten zu Fuß zurückgelegt werden. Lohn war ein beeindruckender Panoramablick über das Appenzeller Land, das Rheintal bis zum Bodensee. Die anschließende Abfahrt führte auf einem abwechslungsreichen Trail hinunter nach Vaduz, Hauptstadt und Zentrum Liechtensteins.

Am zweiten Tag führte die Tour oberhalb des Walensees entlang der imposanten Churfirsten-Bergkette, die die Landschaft mit ihren steilen, nahezu senkrecht abfallenden Felswänden rund um den Walensee prägt. 1.200 Auffahrts-Höhenmeter, ausgesetzte Trails und anspruchsvolle, ordentlich fordernde Passagen mussten bewältigt werden, wobei das beeindruckende Panorama auf den Churfirsten und den tiefblauen Walnsee für alle Anstrengungen entschädigte.

Der dritte Tag führte nach Einsiedeln, dem bekanntesten Schweizer Wallfahrtsort. Dort gab es Gelegenheit, das gleichnamige Kloster zu besichtigen und im Klostergarten eine Rast einzulegen.

Am nächsten Tag wartete mit 2.600 Höhenmeter und 82 Kilometern die Königsetappe der Tour. Ging es am Vormittag noch relativ einfach über den Gätterlipass, so konnte anschließend eine wohlverdiente Badepause am Vierwaldstättersee eingelegt werden. Nach einer Fährfahrt über den See waren noch 1.200 Höhenmeter zu bewältigen – Kräfte raubend, bei 35 Grad in der prallen Sonne und eine echte Herausforderung.

Am Tag fünf wartete mit mit einer Steigung von 25% und einer Schiebepassage über 400 Höhenmeter hinauf zur „Allgäuer Lücke“ oberhalb des Brienzersees der härteste Anstieg der Tour. Der beeindruckende Blick auf den tiefblauen See und die umliegende Bergwelt waren ebenso genial wie der anschließende, perfekte MTB-Trail hinunter. Noch am Nachmittag stand die nächste Auffahrt auf „glühend heißem Asphalt“ hinauf zum Beatenerg an. Der von Locals in den Wald gebaute „Heartbeat-Trail“ - Schwierigkeit S3 – mit seinen technischen Passagen erforderte nochmals vollste Konzentration, bevor die Stadt Thun am Thuner See erreicht war. Zwanzig Kilometer westlich von Thun ging es dann über den Gurnigelpass in die Gegend von Broc/Moléson, wo man sowohl mit Deutsch als auch Englisch „nicht weit kommt“, wo aber ein klassisches Schweizer Käsefondue mit Baguette und Weißwein wartete.

Der letzte Tag führte zum Genfer See, verbunden mit einer kurzen Schiebepassage zum Col de Soladier, bevor es das obligatorische „Zielbier“ gab – direkt an der Uferpromenade in Montreux. Danach stürzte man sich ins Nachtleben, denn es wurde das „60ste Montreux-Jazz-Festival“ gefeiert und die ganze Stadt war eine einzige Party.

Mit insgesamt 520 Kilometern und ca. 16.000 Höhenmetern ging somit nach nur 7 Tagen eine der anspruchsvollsten MTB-Sktionstouren der letzten Jahre zu Ende, bei der im Schnitt mit 2.300 Höhenmeter und 70 Kilometer-Tagesetappen richtig Kondition gefordert war. An insgesamt zehn Seen kam man vorbei - Walensee – Sihlsee – Lauerzersee – Vierwaldstättersee – Sarnersee – Brienzersee – Thunersee – Schwarzsee – Greyerzersee – Genfersee, und bei fast allen Seen konnte man sich zwischenzeitlich mit einem Sprung ins Wasser abkühlen.