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Sonnwendtour zur Lachenspitze mit großer Rundtour durchs Tannheimer Tal

Tourenleitung und Bericht: Korbinian Kern

Am 21. Juni, dem Tag der Sommersonnenwende, machten sich sechs Teilnehmer des DAV Aichach früh morgens auf den Weg ins Tannheimer Tal. Angesichts der vorhergesagten tropischen Temperaturen hieß es zeitig aufstehen, denn wir wollten den Ausgangspunkt am Vilsalpsee erreichen, bevor die Straße zwischen 8 und 17 Uhr für den öffentlichen Verkehr gesperrt wird.

Vom Parkplatz aus führte der Weg zunächst gemütlich entlang des malerischen Vilsalpsees und weiter vorbei am Traualpsee zur Landsberger Hütte. Dank der frühen Stunde und des schattigen Wegverlaufs ließ es sich angenehm wandern. An der Hütte legten wir eine kurze Trinkpause ein, bevor der spannendste Teil der Tour begann.

Direkt oberhalb der Hütte wartet die Nordwand der Lachenspitze mit einem rund 300 Höhenmeter langen Klettersteig. Die Route führt abwechslungsreich und steil durch die Felswand bis hinauf zum Gipfel. Die Schwierigkeiten reichen stellenweise bis zum Schwierigkeitsgrad C/D, sodass an einigen Passagen durchaus kräftig zugepackt werden musste. Auch hier kam uns die Nordseite entgegen – statt der erwarteten Hitze herrschten angenehme Temperaturen im Schatten der Wand.

Am Gipfel angekommen wurden wir überrascht: Statt sengender Sonne empfing uns eine kleine Wolke, die sogar ein paar Regentropfen mitbrachte. Für Ende Juni und die angekündigten Temperaturen fühlte es sich fast etwas frisch an.

Da sich die Gruppe noch fit fühlte, beschlossen wir gemeinsam, nicht auf direktem Weg abzusteigen, sondern eine größere Rundtour anzuhängen. Der Weg führte zunächst auf nahezu gleichbleibender Höhe vorbei an der Steinkarspitze, über das Kastenjoch und weiter zum Kirchdachsattel. Von dort bot sich ein herrlicher Blick auf den bekannten Schrecksee, der eingebettet zwischen den Bergen in der Sonne glitzerte.

Über die Hintere Schafwanne begann schließlich der lange Abstieg zur Vilsalpe. Der gesamte Wegverlauf war geprägt von einem ständigen Wechsel zwischen Sonne und kleinen Wolkenfeldern, die immer wieder ein paar Regentropfen und damit eine willkommene Abkühlung brachten.

Nach einer kurzen Stärkung an der Vilsalpe ging es entlang des inzwischen deutlich ruhigeren Vilsalpsees zurück zum Ausgangspunkt. Die meisten Tagesgäste hatten das Tal bereits verlassen, und bei nun wieder sommerlichen Temperaturen ließ sich niemand die Gelegenheit entgehen, nach rund 19 Kilometern Wegstrecke und etwa zehn Stunden unterwegs am Ende noch ein erfrischendes Bad im Vilsalpsee zu genießen.

So endete eine abwechslungsreiche Sonnwendtour mit Klettersteig, herrlichen Ausblicken, angenehmen Temperaturen und einem perfekten Ausklang am See.